Weihnachten, hier am 25. Dezember am Mittag gefeiert, verbrachten wir noch in meiner Gast“familie“, wobei Des noch weitere Exchangees zu sich eingeladen hatte. Aehnlich wie zu Hause wurde aufwendig gekocht: es gab ein groesseres Mittagsbuffet und sogar fuer einen ECHTEN Weihnachtsbaum hatten Theo und ich gesorgt.
Da Neuseeland in vielerlei Hinsicht stark von Amerika (USA) gepraegt ist, bzw. sich daran orietiert, werden in der Regel Plastikbaeumchen, zusammen mit einer bunten, aufwendige Garten-/ Aussenbeleuchtungen angeschafft. Weihnachten feierten wir somit zwar mit echtem Baum, bei gemuetlichem Zusammensein und einem Spielenachmittag, das traditionelle Weihnachtfest, wie es zu Hause ablaeuft (Familienzusammenkommen, Weihnachtslieder, Kirche,... ) blieb aber leider aus. Insgesamt muss ich sagen, dass die gesamte Weihnachtszeit (inklusive Adventszeit) auf den 25. Dezember beschraenkt war, d.h. es kam vor dem 25. keinerlei Weihnachtsstimmung auf und nach dem 25. war sie auch schon wieder weg, sofern man ueberhaupt von einer sprechen kann. Da konnten auch die Weihnachtsmaenner in den Supermaerkten, die Werbung im Fernsehen und diverse Weihnachtsdekorationen nichts dran aendern – das Wetter und die Temperaturen riefen bei allen lediglich Urlaubsstimmung hervor.
Da Tamy und ich fuer unsere Trips beschlossen hatten, nicht jeden Abend in einer Jugendherberge bzw. einem Camping Platz zu uebernachten, mussten alle noetigen Utensilien, d.h. Zelt, LuMa, Geschirr, genuegend Wasser, Essen, Gaskocher, Klamotten, Camping Stuehle & Co fuer das Wildcampen mitgenommen werden. Dazu war am 26. (Boxing day = Schnaeppchen Tag) eine Shopping Tour per Fahrrad durch dei Stadt notwendig – bis wir vom Gaskocher, einer Anti-Fliegen-Kerze, einer „Waescheleine“, einer elektrischen Pumpe fuer das „Queen-Sized-Air-Bed“ bis hin zum Kochloeffel perfekt ausgestattet waren.
Nach der Besichtigung der Huka Falls steuerten wir auf unseren ersten Uebernachtsungsplatz hin: Lake Taupo. Hier nisteten wir uns in einem kleinen Dorf (Kinloch), direkt an der Wasserkante – zischen Baeumen und Bueschen ein. Besonders gut an diesem Platz war die morgendliche Bademoeglichkeit, oeffentliche Toiletten sowie ein Esstisch, direkt vor unserem „Haeuschen“.
Tag 2 fuehrte uns am Lake Taupo vorbei nach Taumaranui, eine sehr heruntergekommene Kleinstadt und schliesslich ueber den „forgotten world highway 45“ (150 km. auf zT engen, abenteuerlich verlaufenden Bergstassen durch naturbelassenen Regenwald, gruene Berglandschaften und an zahlreichen Fluessen/ Baechen entlang) nach Stratford – einer nach Shakespeare ausgerichteten und nach dessen Geburtsort benannten Stadt.
Alle Strassennamen dieser Stadt sind angeblich Charakteren und Referenzen aus dem 27. Kapitel des Shakespeare plays entnommen. Auch der sog. „Glockenspiel-tower“ im Zentrum der Stadt erinnerte an Shakespeare: er praesentierte uns einen Auszug aus Romeo und Julia. Auch hier hatten wir mit der Uebernachtung Glueck: kaum an die Haustuere geklopft, fuehrte uns eine aeltere Frau durch ihren sehr gepflegten Gartenpark hindurch, auf ihren Schafspaddock, direkt nebn ihrem Haus. Nachdem wir das Zelt aufgebaut hatten und uns ans Abendessenkochen machten, bemerkten wir erst, was fuer eine einzigartige Sicht wir geniessen konnten (Mt. Taranaki/ Egmont, 2518m.).
Begeistert vom Blick auf diesen Vulkankegel, machten wir uns am naechsten Tag auf, dessen umliegenden Mt. Egmont National Park zu durchwandern. Nicht nur das staendige Gipfelbild vor Augen, sondern auch die dichtesten Geflechte und Baumriesen, durch die wir uns schlaengelten, trieben uns der Bergspitze entgegen, wobei wir uns schlussendlich, der Zeit wegen, nicht weiter als bis zur Baumgrenze vorgearbeitet hatten. Allerdings gab es von hier aus doch auch schon viel an Aussicht zu geniessen.
Vom National Park aus machten wir uns auf, zum „Surf Highway 43“, der, an der Kueste entlang, den fast perfekt geformten Vulkankegel umrundet. Natuerlich machten wir auch den Abstecher an das Mt. Egmont Cape und dessen Leuchtturm. Bei der Besichtigung allein sollte es dann allerdings nicht bleiben – die Kulisse, direkt vorne an der Klippenkueste, freie Sicht auf Mt Taranaki, den Leuchtturm und die weite Tasman Sea veranlasste uns spontan, den Tag schon etwas frueher ausklingen zu lassen und uns „einzurichten“.
(Es gibt vom Zeltplatz leider nur ein einziges Foto, das ich nach einigen Startversuchen meiner Kamera zum Glueck doch noch schiessen konnte: beiden Kameras war an diesem Tag die Stromversorgung ausgegangen – Ladekabel daheim im Nachttisch!!)..
Aus irgendeinem Grund sind Tamy und ich nachts wach geworden und staunten nicht schlecht, als wir das Zelt aufmachten und einen super klaren Sternenhimmel, sowie den weiten Strahl des Leuchtturmes entdeckten!
Am folgenden, 4. Tag stand eine laengere Fahrt bevor, schliesslich musste da ausgelassene Stueck vom Vortag nachgeholt werden. So hatten wir nicht viel Zeit, uns New Plymouth anzuschauen; den beruehmten Coastel Track dort liessen wir uns hingegen nicht entgehen. Die Fahrt ging weiter an der Westkueste entlang, Ziel waren die Waitomo Caves, ein riesiges Hoehlensystem , suedlich von Hamilton. Glueck hatten wir, dass an diesem Tag eine zusaetzliche Fuehrung, ausserhalb des geplanten Programmes statt fand, da der Anreiseweg mehr Zeit in Anspruch nahm, als erwartet. Somit kamen wir doch noch am selben Tag dazu, die Neoprenklamotten anzulegen, uns in einen grossen Schwimmring zu pfropfen und damit im kalten Hoehlenwasser enge Gaenge entlang zu paddeln, sowie 2 Meter Hohe Wasserfaelle hinunter zu springen. Neben diesen Taetigkeiten gab es zahlreiche Moeglichkeiten, einige der Hoehlenbewohner kennenzulernen, wie zB die vielen tausend Gluehwuermchen an den Hoehlendecken, Spinnen und Aale. Tamy wurde hierbei sogar, da sie im falschen Moment sich am Kopf gekratzt hatte, zum Tourfuehrer ernannt J. Gegen Ende der Tour musste sich dann jeder Teilnehmer selbst, ohne Taschenlampe, seinen Weg aus der Hoehle finden.
Erst ziemlich spaet endete die Tour, sodass wir uns an diesem Abend mit der Suche nach einem Uebernachtungsplatz nicht allzu lange Zeit lassen konnten. Ungluecklicherweise verfuhren wir uns dann, vor lauter Suchen in eine Sackgasse und so war es bereits dunkel, bevor wir einen geeigneten Zeltplatz fanden: am Ende einer kleineren Bergstrasse fanden wir Gott sei Dank eine nette Bauernfamilie, die uns mit einer Taschenlampe einen Platz in deren Garten zeigte. Die Einladung zum Fruehstueck lehnten wir aber dann doch dankend ab.
So ging unsere Fahrt weiter, zunaechst Richtung Strand, wo wir ausgiebig fruehstueckten und dann weiter der Westkueste folgend über Kawhia nach Raglan, der Surfer-Hochburg. Da unser 5. Reisetag zugleich der letzte Tag in diesem Jahr war, konnten wir anschliessend leider keinen laengeren Aufenthalt in Hamilton machen: den Silvester Abend wollten wir mit unseren Freunden in Tauranga bzw. dem ‚place to be‘ an Silvester – Mt Maunganui feiern..



































3 comments:
beeindruckend..wenn ich zeit hab les ich's au ma durch ;) Aber tolle Bilder
Etwas komisch, aber durchaus interessant!
Hallo.
Ich mochte mit Ihrer Website sebacadus.blogspot.com Links tauschen
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